Funkanschaltung über digitale Leitungswege
Schnoor Industrieelektronik unterstützt bei der Migration analoger Festverbindungen und stellt die Anbindung analoger Schnittstellen an das öffentliche Leitungsnetz sicher.

Die Telekom stellt zum 30. September 2009 den Betrieb der analogen Standardfestverbindunge (aSFV) ein, um die Strecken durch digitale Dienste zu ersetzen.

Um mit den digitalen Strecken der Telekom eine oder auch mehrere analoge Vierdrahtverbindungen zu realisieren, hat die Firma Schnoor Industrieelektronik eine Interfacekarte entwickelt, die die Anbindung von zwei analogen NF-Schnittstellen an das öffentliche Telekommunikationsnetz ermöglicht. Besondere Anwendungen im Gleichwellenfunk erfordern garantierte NF-Laufzeiten, die im NGN (Next Generation Network) bzw. im IP-Netz nicht eingehalten werden können. Die ADIF-Baugruppe garantiert diese Laufzeiten durch einen vollautomatisierten Laufzeitausgleich auf fünf Mikrosekunden genau. Die zyklische Messung erolgt einmal pro Sekunde und der Laufzeitausgleich erfolgt automatisch, auch wenn der Leitungsanbieter den Fernweg umlenkt. Wartungsarbeiten und permanente Überprüfung der Leitungswege entfallen.

 

ADIF: Interface zur Anbindung analoger Schnittstellen an digitale Netze

Mit der Baugruppe ADIF (Analog - Digital Interface) werden beispielsweise im BOS-Funk Verbindungen zwischen Leitstelle und ortsfesten Funkanlagen realisiert. Analoge Endgeräte auf beiden Seiten der digitalen Verbindungen können ohne Modifikation weitergenutzt werden.

Die Leitstelle wird - je nach Anforderung an Bandbreite der Übertragungsstrecke, Anzahl der Funkstellen und Anzahl der Funkkanäle - individuell ausgerüstet. Durch Parallelschaltung mehrerer Karten ist eine Erweiterung auf maximal 30 Übertragungskanäle (26 NF-Kanäle) möglich. Dabei ist nur eine Karte mit einem E1-Interface auszurüsten.

Die Karten für die abgesetzten Funkstellen werden mit eigener Stromversorgung geliefert; mehrere ADIF-Karten können bedarfsgerecht in einem Gehäuse betrieben werden und ermöglichen so die Anbindung zusätzlicher Analogschnittstellen.

Der Tatsächeliche Wirkbetrieb (Nutzlast) variiert je nach angemietetem Leitungstyp. Von Typ 1 (512 kbits/s) mit 8 B-Kanälen und einem Wirkbetrieb von 4 NF-Kanälen bis hin zu Typ 3 (1.920 kbit/s) mit 30 Kanälen und einem Wirkbetrieb von 26 NF-Kanälen.

Zusätzlich zur NF-Übertragungstrate stellt die ADIF die Übertragung von Sendetast- und Squelchkriterien sowie von seriellen Daten (RS232-Schnittstelle) mit einer Übertragung von bis zu 19.200 Baud zur Verfügung.

 

Radio over E1

Radio over E1


ADIF mit E1 in Gleichwellenfunksystemen