ADIF: Interface zur Anbindung analoger Schnittstellen an digitale Netze
Mit der Baugruppe ADIF (Analog - Digital Interface) werden beispielsweise im BOS-Funk Verbindungen zwischen Leitstelle und ortsfesten Funkanlagen realisiert. Analoge Endgeräte auf beiden Seiten der digitalen Verbindungen können ohne Modifikation weitergenutzt werden.
Die Leitstelle wird - je nach Anforderung an Bandbreite der Übertragungsstrecke, Anzahl der Funkstellen und Anzahl der Funkkanäle - individuell ausgerüstet. Durch Parallelschaltung mehrerer Karten ist eine Erweiterung auf maximal 30 Übertragungskanäle (26 NF-Kanäle) möglich. Dabei ist nur eine Karte mit einem E1-Interface auszurüsten.
Die Karten für die abgesetzten Funkstellen werden mit eigener Stromversorgung geliefert; mehrere ADIF-Karten können bedarfsgerecht in einem Gehäuse betrieben werden und ermöglichen so die Anbindung zusätzlicher Analogschnittstellen.
Der Tatsächeliche Wirkbetrieb (Nutzlast) variiert je nach angemietetem Leitungstyp. Von Typ 1 (512 kbits/s) mit 8 B-Kanälen und einem Wirkbetrieb von 4 NF-Kanälen bis hin zu Typ 3 (1.920 kbit/s) mit 30 Kanälen und einem Wirkbetrieb von 26 NF-Kanälen.
Zusätzlich zur NF-Übertragungstrate stellt die ADIF die Übertragung von Sendetast- und Squelchkriterien sowie von seriellen Daten (RS232-Schnittstelle) mit einer Übertragung von bis zu 19.200 Baud zur Verfügung.
|